Rechtsanwältin Denise Himburg

Das LG Berlin hat im Rahmen eines gegen einen Anschlussinhaber wegen Filesharings eines Kinofilms geführten Klageverfahrens auf Unterlassung und Zahlung von Abmahnkosten und Lizenzgebühr in der mündlichen Verhandlung am 02.08.2011 die Ansicht geäußert, dass der von der Klägerin zu Grunde gelegte Streitwert in Höhe von 10.000 EUR "überaus moderat" sei und die geltend gemachten Abmahnkosten in Höhe von 651,80 EUR daher ohne Zweifel angemessen seien.

Zudem wies das Gericht daraufhin, dass auch die von der Klägerin geltend gemachte Lizenzgebühr in Höhe von 350,00 EUR vor dem Hintergrund, dass die Rechtsverletzung vor Beginn der maßgeblichen Auswertungsphase (DVD-Verleih- und Verkaufsphase) ebenfalls mehr als angemessen sei, sogar am unteren Ende des Möglichen liege.

Hierauf anerkannte der beklagte Anschlussinhaber auf dringendes Anraten des Gerichtes den geltend gemachten Unterlassungsanspruch bzw. Zahlungsanspruch in Höhe von insgesamt 1.001,80 EUR.

LG Berlin, Anerkenntnisurteil vom 19.08.2011, Az.: 15 O 392/10